Brisenstimmung

Biene bloggt

Verschwörer sind immer die anderen

 

Über den Sinn mythischer Sprechweisen und den Unsinn, sie durch Fakten widerlegen zu wollen

Alle reden über Verschwörungsmythen, aber natürlich sind es immer die anderen, die sie verbreiten. Doch was ist eigentlich ein Mythos? Schon in den 1950er Jahren befasste sich mit dieser Frage der französische Literaturwissenschaftler Roland Barthes und kam zu dem banal anmutenden Ergebnis, dass der Mythos eine Aussage sei. Eine Aussage allerdings, die sich stets in der Schwebe befindet, die sich weder am sprachlichen (oder bildlichen) Zeichen festmachen lässt, noch im Inhalt aufgeht oder in dem, worauf sie deutet.

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La Espeja. Das Fest der 1000 Wünsche. Trailer

 

Ich bin zwar technisch und auch gestalterisch nicht besonders versiert … gebe mir aber Mühe. 😉 Das Ergebnis seht Ihr hier, denn ich habe einen Trailer zu La Espeja gebastelt:

 

Das E-Book ist noch bis zum 30. September 2021 zum Einführungspreis von Euro 1,99 erhältlich, E-Book und Taschenbuch erhaltet Ihr überall, wo es Bücher gibt und online unter anderem direkt bei ePubli.

Der Inhalt in Kürze zusammengefasst:

„Wenige Tage nach der Rückkehr in ihr Heimatdorf Alvaría verschwindet Leandra de Luna. Kommissar Neron reist aus Valencia an, um zu ermitteln: gegen das Raunen der Dorfbewohner und gegen einen Mythos, der auch ihn, den Skeptiker, zunehmend vereinnahmt.

    Denn Leandra ist keine gewöhnliche 23-Jährige, sondern eine Espeja, in deren Augen sich die geheimen Sehnsüchte des Betrachters spiegeln. Eine überstrenge Erziehung sollte die Auserwählte zur Anführerin des Dorfes formen. Doch Leandra floh und verwandelte ihre Begabung damit in einen Fluch.

    Haben sich die Bewohner von Alvaría an ihr gerächt? Halten sie Leandra gefangen oder haben sie die junge Frau getötet?

    Ein mystischer Krimi, einfühlsam erzählt aus den unterschiedlichen Perspektiven zweier Menschen, die einander nie begegneten, obwohl ihre Schicksale unauflöslich miteinander verknüpft sind.“

Eine ausführlichere Leseprobe könnt Ihr hier auf meiner Website einsehen.

Du bist Buchblogger/in, Rezensent/in oder Journalist/in und möchtest ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern? Dann melde dich gern über die Kommentarfunktion (wird nicht veröffentlicht, ich erhalte den Kommentar aber per E-Mail) und schreibe mir kurz, wo Du Deine Rezensionen für gewöhnlich veröffentlichst!

Die ersten Bewertungen sind auf Amazon bereits eingegangen und ich freue mich über 4,5 von 5 Sternen. Es dürfen natürlich noch viel mehr werden – es wäre also toll, wenn Du mich nach der Lektüre von La Espeja mit Deiner Bewertung und Deiner ehrlichen Meinung zum Buch unterstützt!

 

Gerda Greschke-Begemann: Corona. Wir leben noch. Aber wie? Rezension.

 

Auf 82 Seiten befasst sich die Autorin mit den Widersprüchen, die sich aus einer behaupteten Rationalität im Umgang mit der Corona-Pandemie und den tatsächlich festzustellenden Irrationalitäten ergeben.

Der Aufsatz liest sich wie eine Chronik, deren trockene Nüchternheit durch einen gepfefferten essayistischen Stil aufgelockert wird. Die Verfasserin erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit; sie verteidigt ein Menschenbild, in dem das Subjekt mehr ist als  „nur biologische Existenz“,  die sich in bürokratische und digitalisierte Abläufe einfügen lässt, ohne daran Schaden zu erleiden.

Entsprechend verzichtet Gerda Greschke-Begemann in ihrem Buch darauf, ihre Aussagen mit Quellenangaben zu belegen – was in Zeiten, da aus allen Mündern die Rede von der neuesten und aberneuesten Studie erklingt, die XY besage, besonders erfrischend zu lesen ist.

Gerade der Versuch, alles und jedes mit naturwissenschaftlicher Evidenz aufzuwerten, ist es doch – so folgere ich – der dazu führt, dass wir das augenscheinlich Evidente nicht mehr wahrnehmen. Und so graben wir uns durch (zumeist noch schlechte aufbereitete Grafiken und unvollständig erhobene) Zahlenkolonnen, versuchen immerzu etwas zu beweisen, statt uns gemeinsam des Problems in all seinen Dimensionen zu stellen.

Ich habe das Buch also schon deshalb gern gelesen, weil es nicht einer argumentativen Rechthaberei frönt, sondern abbildet, benennt, das Subjekt und die Subjektivität gegen eine Flut gelenkter Informationen verteidigt, ohne in irgendeiner Weise Verschwörungs- oder Unterdrückungsklischees zu bedienen.

Inhaltlich stimme ich nicht allem zu – doch ist das an dieser Stelle völlig unerheblich. Viel wichtiger scheint mir, dass hier implizit für eine Rückkehr zu einem Diskurs geworben wird, innerhalb dessen es möglich ist, einen begründeten Standpunkt zu beziehen, ohne diesen vorab von staatlich anerkannten Autoritäten und von den Inhabern der weltweiten Meinungsmachermedien absegnen zu lassen.

Ich sehe das Buch daher als einen Beitrag zur Rückkehr in einen Diskurs der Aufrichtigen, die versuchen, verkrustete und verengte Fragestellungen und Meinungshoheiten aufzubrechen, statt Polarisierungen voranzutreiben, und hoffe, dass dieser sehr bald pandemische Züge annehmen wird.

 

 

Corona. Wir leben noch. Aber wie? von Gerda Greschke-Begemann wurde im September 2021 als Kindle E-Book und als Taschenbuch veröffentlicht.

 

La Espeja – das Fest der 1000 Wünsche. Mystery Krimi von Sabine Walther

 

“La Espeja: das Fest der 1000 Wünsche” – lautet der Titel meines neuesten Buches. Auf 212 Seiten erzähle ich vom Schicksal einer jungen Frau, die mit einer besonderen Begabung geboren wurde: in ihren Blicken und in ihrem Wesen erkennt der Betrachter sich selbst. Es ist diese Begabung, die sie aus Sicht der Dorfbewohner zu einer Auserwählten macht, einer Espeja, die dazu erzogen wird, als Erwachsene das Dorf anzuführen und vor allem, was die Gemeinschaft zerstören könnte, zu bewahren. Denn es sind die Frauen, die in Alvaría den Ton angeben.

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Diese Grundrechte braucht kein Mensch!

 

Über Willkür und Irrationalität im „Corona-Management“ und einen Kuhhandel mit Grundrechten, die keine sind.

Derzeit wird ja viel über das Zurückgeben von Grundrechten gesprochen. Meistens zucke ich schon zusammen, wenn es dabei ums Shoppen geht oder um den Friseurbesuch.

„Grundrechte“, das bezeichnet für mich etwas Erhabenes, etwas, was errungen wurde, worauf man stolz sein kann und was es zu verteidigen gilt. Grundrechte haben mit der freien Meinungsäußerung zu tun, mit der Würde des Menschen, unabhängigen Medien, der Unverletzlichkeit der Wohnung und natürlich dem Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Vor diesem Hintergrund erscheint es mir komplett idiotisch und nahezu schäbig, mich auf meine Grundrechte berufen zu müssen, wenn ich eine öffentliche Toilette aufsuchen möchte, weil ich ein dringendes Bedürfnis habe. Denn wenn es für die allerbanalsten Handlungen der Berufung auf meine Grundrechte bedarf, wie weit entfernt haben wir uns dann bereits von der Errungenschaft echter und unveräußerlicher Grundrechte?

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Rezension: Jürg Halter: Erwachen im 21. Jahrhundert. Roman

 

“Kaspar erkennt seine Wohnung als Kopf, durch den er in diese Nacht geht, taumelt, stolpert, fällt. Seine Wohnung als Kopf, durch den er gehetzt wird, sich hetzen lässt.“

Kaspar, der Protagonist aus Jürg Halters Roman „Erwachen im 21. Jahrhundert“, schreckt im Juni 2018 aus einem Traum hoch. Es ist noch Nacht, aber er steht auf, bereitet sich auf seine Abreise vor, die ihn nach Brest führen soll zu „den anderen“.

Die Geschichte, die der Schweizer Musiker und Schriftsteller Jürg Halter dann erzählt, zieht mich als Leserin mitten hinein in ein Sammelsurium aus Gedanken, Bildern, Überlegungen, die Kaspar zusammenhanglos nebeneinanderstellt, weil sie zusammengehören und sich doch nicht zu einem einzigen Bild zusammenfügen lassen.

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Wunsch der Toten

 

Wunsch der Toten

Drei Nächte Atem noch, wenn schon in dieser Stunde,

die Feder still vor meinem Munde ruht,

und jeder weitre Schnitt in meine Wunde

nichts mehr bewirkt, da starr erlag das Blut.

 

Drei Nächte Weinen und in meinem kalten Schoß

will ich Dich wiegen, leis erklingt ein frühes Lied,

doch ahnst versteinert fern den stummen Reim Du bloß,

der ausgehöhlt von Trauertropfen weiterzieht.

 

Drei Nächte Wachen, dann bin ich allein

mir Reue schuldig, längst hast Du mir ja vergeben,

ersuch in Scheue meinem Schöpfer nah zu sein,

erhoff Verständnis für mein hoffnungsloses Leben.

 

Drei Jahre Hölle, bis ich endlich erdenfrei,

bis Deine Trauer mich von jeder Pflicht entbindet,

gebar mich fröhlich dann als Luftmeers Melodei,

wünsch, dass Dein Lachen mich in fernem Wehen findet.

 

Aus: Sabine Walther. Atem Sein. Gedichte und Fotografien vom anderen Ende der Liebe.

Die Arbeit am Manuskript – ein Absatz, fünf Überarbeitungen und immer noch nicht fertig …

 

Schreiben ist ein Prozess, der niemals endet. Es gibt Autoren, denen möchten wir die Augen küssen vor Dankbarkeit für ihre Romane, Erzählungen, Gedichte. Und dennoch bin ich mir sicher: Sie selbst kennen die eine Passage im Buch, die ihnen komplett misslungen ist. Sie sehen den Fehler, der sich eingeschlichen hat, die Formulierung, die unstimmig ist. Und sie ärgern sich darüber.

Und das ist gut so, denn aus unseren Fehlern lernen wir. Idealerweise spornen sie uns an, es beim nächsten Buch besser zu machen. Dem Wunsch, endlich fertig zu werden, zu widerstehen, keine Nachlässigkeit zu dulden.

Nur einen Absatz habe ich für euch aus meinem aktuellen Schreibprojekt herausgesucht, um einmal zu demonstrieren, wie ich als Autorin meine Texte lese, ändere, idealerweise verbessere oder, wenn es schiefgeht, verschlimmbessere. Falls ihr also Lust habt, mal einen kleinen Einblick in meinen Schreibprozess zu erhalten – bitte hier entlang.

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Rezension: Autoren Sternzeit. Geschichten, die nie erzählt wurden.

 

 

Instinktiv ahnte ich, dass die größten und wichtigsten Ereignisse des Lebens im Inneren geschehen.“

(Michaela Göhr)

Ein frisch gedrucktes Buch zur Hand zu nehmen, ist immer ein besonderer Moment. Einmal mehr, wenn dieses Buch eine Geschichte enthält, die man selbst geschrieben hat. Gestern war ein solcher Moment – ich hielt die Printversion der Anthologie „Geschichten, die nie erzählt wurden“ in den Händen. Und was soll ich sagen: Ich gebe sie nicht wieder her.

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Von der zweiten Welle zum großen Reset?

 

Wie die Superheroes vom WEF die Welt retten wollen und warum wir das nicht akzeptieren sollten.

 

Die Medien übertreffen sich derzeit mit Meldungen, die vor einer zweiten Corona-Welle warnen. Unhinterfragt wird eine Metapher verwendet, die zur sachlichen Bewertung des Ist-Zustandes nichts beizutragen hat, dafür aber erneut Panik schürt.

Eine Panik, die den Akteuren des Weltwirtschaftsforums (englisch: World Economic Forum, kurz WEF) wohl sehr gelegen kommt. Selbiges nämlich hat für 2021 ein Event namens „the great Reset“ auf die Tagesordnung gesetzt, das die Angst vor dem Virus nutzt, um eine weltweite Führerschaft zu etablieren, die sich der großen Menschheitsprobleme annehmen wird.

Nach welchem Muster uns die aktuelle Berichterstattung mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion versorgt, werde ich im ersten Teil dieses Beitrags am Beispiel der „zweiten Welle“ zeigen.

Im zweiten Teil berichte ich von einer Veranstaltung, die als Vorbild für diese Art der Berichterstattung betrachtet werden kann, der Pandemiesimulation Event 201, die im Oktober 2019 stattfand.

Im dritten Teil schließlich befasse ich mich mit der weltweiten Führerschaft, die das WEF nun in diesem Szenario übernehmen möchte, und skizziere, warum nicht Panik und neue Führer uns retten werden, sondern ausschließlich die Verteidigung der Demokratie.

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