Biene bloggt

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Von der zweiten Welle zum großen Reset?

 

Wie die Superheroes vom WEF die Welt retten wollen und warum wir das nicht akzeptieren sollten.

 

Die Medien übertreffen sich derzeit mit Meldungen, die vor einer zweiten Corona-Welle warnen. Unhinterfragt wird eine Metapher verwendet, die zur sachlichen Bewertung des Ist-Zustandes nichts beizutragen hat, dafür aber erneut Panik schürt.

Eine Panik, die den Akteuren des Weltwirtschaftsforums (englisch: World Economic Forum, kurz WEF) wohl sehr gelegen kommt. Selbiges nämlich hat für 2021 ein Event namens „the great Reset“ auf die Tagesordnung gesetzt, das die Angst vor dem Virus nutzt, um eine weltweite Führerschaft zu etablieren, die sich der großen Menschheitsprobleme annehmen wird.

Nach welchem Muster uns die aktuelle Berichterstattung mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion versorgt, werde ich im ersten Teil dieses Beitrags am Beispiel der „zweiten Welle“ zeigen.

Im zweiten Teil berichte ich von einer Veranstaltung, die als Vorbild für diese Art der Berichterstattung betrachtet werden kann, der Pandemiesimulation Event 201, die im Oktober 2019 stattfand.

Im dritten Teil schließlich befasse ich mich mit der weltweiten Führerschaft, die das WEF nun in diesem Szenario übernehmen möchte, und skizziere, warum nicht Panik und neue Führer uns retten werden, sondern ausschließlich die Verteidigung der Demokratie.

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Fake-News auf dem Prüfstand: Bill Gates und der vermeintliche Impf-Chip

Oder: Gibt es nichts Wichteres, worüber wir streiten sollten?

Eines der Gerüchte, das sich so hartnäckig verbreitet wie das Corona-Virus selbst, lautet, Bill Gates wolle die Menschheit zwangsweise impfen und zugleich mit einem Chip ausstatten. Die Medien werden nicht müde, diese sogenannten Fake-News zu dementieren. Ein solches Dementi lautet dann beispielsweise, dass es keine Pläne gebe, „eine mögliche Technologie zur Digitalisierung von Impfungen bei Corona einzusetzen“

Wie wir im Folgenden sehen werden, ist dies richtig, verkennt aber, welche Hintergründe hier noch eine Rolle spielen. Denn: Es sollen zwar keine Technologien zur Digitalisierung der Impfung einsetzt werden. Pläne, Impfungen zu nutzen, um Menschen weltweit mit einer digitalen Identität auszustatten, gibt es jedoch durchaus. Nur wird die zugrundeliegende Technologie eben kein Chip sein.

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Die letzte Anstalt oder:

 

Antirassismus made in Germany. Durch Diffamierung zur Einheit.

In den USA wurde wieder einmal ein Schwarzer auf grausame Weise ermordet und in Deutschland schwappen die Empörungswellen über. Gründlich, wie wir Deutschen sind, muss sofort geklärt werden, welche Mitschuld uns dieses Mal trifft. Wie ist es um den Rassismus in Deutschland bestellt?

Die Kabarettsendung „Die Anstalt“ vom 14.07.2020 versprach Aufklärung beziehungsweise bemühte sich, auch die Aufklärer vom Sockel zu stoßen. Was, mit Verlaub, keine wirkliche neue Debatte anstößt, sondern seit Jahren diskutiert wird.

Nachdem dann aber Kant (Rassist) und  Marx (Rassist und Antisemit) auf die übliche Weise „enttarnt“ worden waren, wollte man die Nummer wohl noch irgendwie toppen.

Nur wie? Ganz einfach. Eine Frau musste her. Eine, die schon immer im Verdacht stand, zu kühn, zu beherrscht, zu unerbittlich und männlich zu denken. Eine Jüdin, die der Gestapo gerade noch entkommen war. Nicht aber der “kritischen” Lesart des Zeitgeistes.

Und so präsentierte die Anstalt dem überraschten Zuschauer in einer “Challenge” ein kühles Weib namens Hannah Arendt, das sich selbst mit den Worten lobte, es habe sich noch in den Fünfzigern für Rassendiskriminierung eingesetzt. Es folgten zusammenhanglos in den Raum geblasene Äußerungen, die nicht nur an Rufmord grenzten, sondern diesen vollzogen. Aber was tut man nicht alles für die Quote.

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„Cancel Culture“: Vom Instrument der Machtlosen zum missbrauchten Machtmittel?

 

Heute machte mich meine Tochter auf einen Begriff aufmerksam, der bisher an mir vorbeigegangen war: Cancel Culture. Der Begriff umschreibt, dass eine Person, die sich politisch unkorrekt verhalten oder geäußert hat, in der Öffentlichkeit nicht mehr stattfinden soll. Dies geschieht über ein öffentliches Anprangern, meist in den Social Media, über Boykott-Aufrufe, indem die Person nicht mehr zu Veranstaltungen eingeladen wird und dergleichen mehr.

Ursprünglich galt Cancel Culture als Instrument der Machtlosen, also derer, die aufgrund einer persönlichen Eigenschaft diskriminiert werden – weil sie schwul oder dunkelhäutig sind beispielsweise. Mittlerweile hat die Sache aber Ausmaße angenommen, die selbst einem Machtmissbrauch gleichkommen, wenn nämlich eine Vorverurteilung ohne Überprüfung stattfindet und bestimmte Gruppen darüber entscheiden wollen, wer was wie formulieren und welche Meinung vertreten darf.

Komplett absurd wird es, wenn Personen für einen „Fehltritt“, den sie irgendwann in der Vergangenheit einmal begangen haben, gecancelt werden sollen – als Beispiel lässt sich hier der kanadische Premier Justin Trudeau benennen. Diesem wurde 2019 Rassismus vorgeworfen, weil er sich 2001 im Karneval als Aladdin verkleidet und das Gesicht geschwärzt hatte. Welch denkwürdiger Zufall, dass dies ausgerechnet im Wahlkampf geschah.

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Rettet Corona die Welt? Oder auch: Was darf Satire?

 

Eine kleine Verteidigung eines großartigen Satire-Videos des Bohemian Browser Balletts

Kaum war das neuste Video des Bohemian Browser Balletts veröffentlicht, gab es gewaltige Schelte und bitterböse Kommentare. Stein des Anstoßes: Im Video wird behauptet, das Corona-Virus sei so fair wie gerecht und möglicherweise die Rettung unseres Planeten, da es die Alten hinwegrafft und die Jungen weiterleben lässt. Darüber hinaus seien vor allem Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen, wie sie für die fetten Wohlstandsnationen typisch sind.

Was, wie schon zuvor das Umweltsau-Lied des WDR-Kinderchors, als Satire gemeint war, wurde seiner Aussage nach für bare Münze genommen. Und wieder einmal stellte sich die bereits oft diskutierte Frage: Was darf Satire?

„Alles“, lautete einst die Antwort eines Kurt Tucholsky. Aber diese Antwort allein wird als nackte Tatsache dem Genre Satire nicht gerecht. Und sie verschweigt die wesentliche Frage, die auch schon Tucholsky seinem kurzen Artikel über die Satire voranstellte, nämlich die nach dem Zweck der Satire und dem Charakter des Satirikers. Auf einen Nenner gebracht:  Was will Satire?

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KONKORDANZ STATT KONKURRENZ

Politik umgestalten, statt das Land dem zermürbenden Chaos zu überlassen

Alle reden über ein Virus und darüber, wie viel Toilettenpapier ein Einzelner horten muss, um für zwei Wochen in Ruhe sein Geschäft erledigen zu können. Derweil ist nicht nur der Gesundheitsbetrieb im Lande bedroht, sondern unsere Demokratie steht auf dem Spiel. Die Angriffe erfolgen nicht allein aus dem rechten Lager, sondern von allen Seiten.

Man zermürbt sich gegenseitig in Grabenkämpfen und Polarisierungen, versucht, den jeweils anderen zu blockieren und zu diffamieren, schließt dann letztendlich halbherzig Koalitionen, um nur ja irgendwie weiterregieren zu können. Mit dem Ergebnis, dass Minderheiten darüber entscheiden, wer sich wo durchsetzt oder die Politik der „anderen“ blockieren und lahmlegen, sodass eine wachsende Zahl an Wählern oder potenziellen Wählern den Sinn von Wahlen grundsätzlich anzweifelt. In diesem Beitrag lege ich dar, warum es Zeit wird, umzudenken und Konkordanz statt Konkurrenz zu wagen.

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Die Banalität des Bösen oder: Heute schon deinen Traumurlaub geplant?

 

Kaum eine Schrift über die Täter des Nationalsozialismus hat mich so berührt wie Hannah Arendts Bericht über den Eichmann-Prozess in Jerusalem, dem sie den Untertitel „Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ gab.

Arendt beschreibt Eichmann als einen „administrativen Massenmörder“, dessen Handlungen aus purer Gedankenlosigkeit und dem Wunsch resultieren, innerhalb einer industriellen und automatisierten Tötungsmaschinerie „gute Arbeit“ abzuliefern und Karriere zu machen.

 

Die Sprache der Gedankenlosigkeit: Superlative und erhebende Phrasen

Seine Sprache und damit auch seine Gedanken beschränkten sich auf „erhebende Phrasen“, Klischees, Redensarten und die Verwendung von Superlativen für Worte, die keinen haben – in „keinster Weise“. Letztlich führte ihn dieses leere Gerede auch zur Flucht in eine Amtssprache, hinter der er sich verstecken konnte, die ihn von jeglicher Mittäterschaft freisprach. „Wenn ich es nicht tue, tut es eben ein anderer“, lautete wohl sein Credo.

An diese „Banalität des Bösen“ musste ich im Dezember 2019 denken, als mir online die Anzeige eines Reiseveranstalters auffiel. Diese forderte dazu auf, für eine Besichtigung des Museums und der Lager von Auschwitz jetzt „Ihre Traumreise“ zu planen, und zwar zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist schön …

Oder auch: Wer die Bahn nicht kennt, kennt Deutschland nicht

Einmal Bremen-Detmold und zurück – das kann doch nicht so schwer sein, dachte ich mir. Und freute mich schon auf das verlängerte Arbeitswochenende mit einer Kollegin, das wir seit Langem geplant hatten. Google Maps zeigte mir an, dass die kürzeste Strecke mit dem Auto sich auf gerade mal 168 Kilometer beläuft. Nur fahre ich nicht Auto, ich habe noch nicht einmal einen Führerschein. Ich bin quasi der fleischgewordene Klimaschutz. Also suchte ich mir eine Zugverbindung heraus. Was dann geschah und warum ich seit gestern Land und Leuten wieder ein wenig näher gekommen bin, erzähle ich im folgenden Bericht.

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Ich mach dann mal den Kohlhaas oder: Wie Strato mit langjährigen Kunden umgeht

13 Jahre war ich Kundin der Strato AG. Jeden Verkauf und jede Gebührenerhöhung – und die fielen nicht gering aus – habe ich ohne Murren hingenommen. Zum Jahreswechsel erhielt ich dann wie viele andere Kunden auch die Information, ich müsse auf PHP 7 wechseln oder, wenn ich bei der älteren Version bleiben wolle, eine monatliche Gebühr in Höhe von € 5,33 für den dann fälligen „extended Service“ zahlen.

 

 

Beim Versuch, die neue PHP-Version einzustellen, kam es zu technischen Schwierigkeiten. Kein Problem, dachte ich, denn Strato hatte angekündigt, dass man binnen 30 Minuten auf die alte Version zurückwechseln könne. Das misslang aber leider, denn mittlerweile hatte mich das System aus Sicherheitsgründen ausgeloggt. Die Sitzung war damit beendet und mein Schicksal besiegelt.

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