“La Espeja: das Fest der 1000 Wünsche” – lautet der Titel meines neuesten Buches. Auf 212 Seiten erzähle ich vom Schicksal einer jungen Frau, die mit einer besonderen Begabung geboren wurde: in ihren Blicken und in ihrem Wesen erkennt der Betrachter sich selbst. Es ist diese Begabung, die sie aus Sicht der Dorfbewohner zu einer Auserwählten macht, einer Espeja, die dazu erzogen wird, als Erwachsene das Dorf anzuführen und vor allem, was die Gemeinschaft zerstören könnte, zu bewahren. Denn es sind die Frauen, die in Alvaría den Ton angeben.

Die Geschichte spielt in einem spanischen Bergdorf, dessen Bewohner, die vor Hunderten von Jahren nach Spanien einwanderten, sich gegen die Außenwelt abschirmen. Vor allem gegen die Alemannes, die sich mehr und mehr in der Umgebung niederlassen, hegen sie ein tiefes Misstrauen. Umgekehrt halten die deutschen Einwanderer sie für Spinner, die nicht in der Gegenwart angekommen sind.

Doch Leandra de Luna, die Espeja, verfolgt ein Makel: Sie wurde von einer Valencianerin geboren, einer “Zugewanderten”, die die Gemeinschaft nie als eine der ihren anerkannte. Und je älter sie wird, desto mehr begehrt sie dagegen auf, eine “Auserwählte” sein zu sollen, wünscht sie sich ein Leben, das sie als normal empfindet.

An ihrem 18. Geburtstag flieht Leandra nach Valencia, wo sie einen Job in einer Marketingagentur findet und ihrer großen Liebe begegnet. Fünf Jahre später muss sie dann einen Auftrag annehmen, der sie in ihr Dorf zurückführt. Und nur wenige Tage nach ihrer Ankunft, die für viel Unruhe im Dorf sorgte, ist sie verschwunden.

Was ist Leandra de Luna geschehen? Kommissar Neron reist aus Valencia an, um zu ermitteln. Während seiner Befragungen muss er, der Skeptiker, sich immer wieder mit dem Mythos auseinandersetzen, der Leandra zur Auserwählten erhob. Doch mehr noch, er kommt nicht umhin zu erkennen, dass er selbst tiefer in die Geschichte verstrickt ist, als ihm lieb sein kann.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, die einander kapitelweise abwechseln. Leandra erzählt unmittelbar und aus der Ich-Perspektive, was geschah, und taucht immer wieder in ihre eigenen Bilderwelt und in ihre Erinnerungen ein. Kommissar Neron versucht, das Geschehen in Befragungen zu ermitteln, die aus der Perspektive der allwissenden Erzählerin wiedergegeben werden.

Wie so oft hatte ich auch bei diesem Buch das Problem, ein Genre angeben zu müssen, zu dem Aufbau und Inhalt passen. Ich habe mich für die Angabe “Mystery Krimi” entschieden. Doch würde ich die Erzählung nicht als typischen Krimi bezeichnen, auch wenn sie dem formal entspricht.

Aber am besten entscheidet Ihr selbst! Zur Leseprobe geht es hier entlang.  Und falls Ihr dann weiterlesen wollt, könnt Ihr das Taschenbuch oder E-Book hier kaufen