Brisenstimmung

Biene bloggt

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Wenn Dir das Lachen im Hals stecken bleibt …

… dann ist nicht immer ein schlechter Witz daran schuld. Ein Kommentar zum Kramp-Karrenbauer-Kalauer und den Reaktionen.  

 

Ich würde im Leben nicht auf den Gedanken kommen, jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung abzulehnen. Schwule und Lesben gehörten schon immer zu meinem Freundeskreis. Transsexuelle oder Intersexuelle kenne ich nicht persönlich – sie würden aber ebenso wenig ausgeschlossen. Weil es mir – sexuelle Gewalt in jeder Form ausgenommen – schnurz ist, wer wen liebt oder mit wem jemand in die Kiste steigt.

Was mir zu denken gibt, ist, dass ich eine solche Bemerkung mittlerweile vorausschicken muss. Und dass mehr und mehr Themen, für die liberal, aufgeklärt, freiheitlich denkende Menschen sich mal eingesetzt haben, von Menschen gekapert werden, die wohl auch gern eine Gesinnungsprüfung durchführen würden, bevor sie jemanden in ihren Freundeskreis aufnehmen.

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Von der Verschriftlichung der Welt zu ihrer Codierung

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Literarisierung verstehen, um Digitalisierung zu begreifen

 

Nicht die Technik wird über unser Leben entscheiden – was sind schon ein Smartphone oder eine künstliche Intelligenz, die keiner benutzt? –, entscheidend ist die Frage der Kultur.“

Richard David Precht 

 

Warum wir diese Debatte brauchen, und zwar schon gestern

Automatisierung, Roboterisierung, künstliche Intelligenz, Datenschutz, autonomes Fahren, Unzufriedenheit mit dem Breitbandausbau – das sind die Themen, die meist diskutiert werden, wenn es um Digitalisierung geht. Wir alle wissen, dass wir uns in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruch befinden. Aber was verstehen wir davon, wie die „digitale Transformation“ uns persönlich verändert und noch verändern wird?

 

Digitalisierung bedeutet nicht einfach, dass wir einen Satz an Methoden und Instrumenten gegen bessere Verfahren austauschen, dass wir optimieren, was sich ansonsten identisch bleibt. Digitalisierung bedeutet, dass wir uns von der Schriftkultur, die unsere Gesellschaft ebenso wie jeden einzelnen bisher geprägt hat, komplett verabschieden.

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Servicewüste Onlinehandel – was internationale Konzerne von KMU lernen könnten

Frau M. stellt fest, dass die Adresse in meinem Kundenkonto richtig erfasst wurde und rät mir deshalb, sie zu ändern. Frau X. beglückwünscht mich zu meiner Fähigkeit, eine E-Mail schreiben zu können, und Frau Y mutmaßt, nachdem sie mein Geburtsdatum abgefragt hat, dass es nicht gelingt, meinen Router einzurichten, weil der schon so alt ist – dabei ist es ein Gerät der neuesten Version und alles, was ich von ihr wollte, sind meine neuen Zugangsdaten.

Ein Beitrag über absurde Auskünfte und Lösungsvorschläge, die Vorbildlichkeit der „Kleinen“ und eine ernsthafte Aufforderung, statt auf Big Data und Chatbots in Kundensupport einfach mal wieder aufs Zuhören, Verstehen und Agieren zu setzen.

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Perfektion. Kurzgeschichte.

Das neue Jahr fühlte sich so alt und verbraucht an wie das vorangehende, das in der Nacht im lauten Grölen und Krachen kampflos entwichen war. Winfried stand an der geöffneten Balkontür und rauchte, gute Vorsätze waren ihm schon immer zuwider gewesen, entweder man tat etwas oder man ließ es, fertig, Punkt.

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Silvesterblues. Kurzgeschichte

War es mein Puppenwagen oder hatte eine meiner Schwestern ihn zu Weihnachten geschenkt bekommen? Ich erinnere mich nicht mehr daran, sehe nur dieses kleine hellblonde Mädchen mit den leuchtend braunen Augen, das stolz und froh seine Puppe Mariechen durch die Straße spazieren fuhr.

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James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt.

 

Wie schafft man runde Figuren und wie entsteht eine spannende Story? Was genau ist eine Prämisse, der sich jeder Roman zu unterwerfen hat, und wofür sollte sie gut sein? Warum ist es für geniale oder zumindest talentierte Schreiber oft viel schwieriger, einen Roman zu verfassen, als für disziplinierte Arbeitstiere? Weshalb ist es so wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, wenn man einen guten Roman schreiben will?

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Über die Barbarei der Aufklärung

 

Gedanken zum Zeitgeschehen auf Basis der Lektüre „Die Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer/Adorno

Starre Grenzziehungen und völkisches Denken auf der einen Seite, die idiotische Idee der totalen Entgrenzung des Individuums, das weder Herkunft noch Gewordensein kennt, auf der anderen. Es ist schwer, sich in diesen aufgeregten Zeiten nicht in die jeweiligen Lager ziehen oder dazwischen aufreiben zu lassen.

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Zum Teufel mit der Empathie!

Über einen missverständlichen Begriff am Beispiel von Thomas Manns Erzählung „Tobias Mindernickel“

Am Thema Mitleid scheiden sich die Geister. Den einen gilt es als höchste Tugend, Mitleid oder Mitgefühl empfinden zu können. Den anderen scheint Mitleid eine Unterform von Egoismus zu sein, die nur dazu dient, sich selbst für den Fall der Fälle zu schützen.

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Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.

Über Walter Benjamins Essay und dessen Bedeutung für die Gegenwart

Knapp 40 Seiten umfasst Walter Benjamins berühmter Aufsatz zur technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken und gilt trotz dieser Kürze als „Gründungsdokument der modernen Medientheorie“.

In seinem Essay befasst sich Benjamin mit der Frage, wie die Möglichkeit, Kunstwerke unendlich zu reproduzieren, unsere Wahrnehmung von Kunst und unsere Bewertung und Interpretation von Wirklichkeit verändert.

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Mark Changizi: Die Revolution des Sehens

Mark Changizi: Die Revolution des Sehens

Über vier menschliche Superkräfte verfügt der Mensch, die unmittelbar mit seiner Art zu sehen und visuelle Informationen zu verarbeiten, zusammenhängen: Wir alle können demnach hellsehen, durch Dinge hindurchsehen, in die Zukunft schauen und Gedanken lesen.

Was hat es mit diesen Superkräften auf sich? Wie und warum haben sie sich entwickelt und sind sie unbegrenzt verfügbar? In seinem Buch über die Revolution des Sehens lädt Changizi zu neuen Betrachtungsweisen ein, ohne allerdings in eine bodenlose Spekulation zu verfallen.

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