Wie die Superheroes vom WEF die Welt retten wollen und warum wir das nicht akzeptieren sollten.

 

Die Medien übertreffen sich derzeit mit Meldungen, die vor einer zweiten Corona-Welle warnen. Unhinterfragt wird eine Metapher verwendet, die zur sachlichen Bewertung des Ist-Zustandes nichts beizutragen hat, dafür aber erneut Panik schürt.

Eine Panik, die den Akteuren des Weltwirtschaftsforums (englisch: World Economic Forum, kurz WEF) wohl sehr gelegen kommt. Selbiges nämlich hat für 2021 ein Event namens „the great Reset“ auf die Tagesordnung gesetzt, das die Angst vor dem Virus nutzt, um eine weltweite Führerschaft zu etablieren, die sich der großen Menschheitsprobleme annehmen wird.

Nach welchem Muster uns die aktuelle Berichterstattung mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion versorgt, werde ich im ersten Teil dieses Beitrags am Beispiel der „zweiten Welle“ zeigen.

Im zweiten Teil berichte ich von einer Veranstaltung, die als Vorbild für diese Art der Berichterstattung betrachtet werden kann, der Pandemiesimulation Event 201, die im Oktober 2019 stattfand.

Im dritten Teil schließlich befasse ich mich mit der weltweiten Führerschaft, die das WEF nun in diesem Szenario übernehmen möchte, und skizziere, warum nicht Panik und neue Führer uns retten werden, sondern ausschließlich die Verteidigung der Demokratie.

Teil 1: Fiktion statt Fakten: Wie lyrische Bilder Panik neu entfachen

Ein gutes halbes Jahr befindet sich Deutschland nun im Ausnahmezustand. War zunächst geplant, Wirtschaft und öffentliches Leben für wenige Wochen herunterfahren, um die Gesundheitssysteme vor Überlastung zu schützen, wurden daraus bald Monate. Während die einen in dieser Zeit lediglich auf ein wenig Lebensqualität verzichten mussten (oder neue gewannen), sahen sich die anderen in ihrer Existenz vernichtet, finanziell, psychisch, physisch.

So unterschiedlich die Bewertung des Lockdowns daher ausfallen mögen, eines war immer klar: Ein solcher Lockdown kann das Infektionsgeschehen entzerren, nicht aber stoppen.

Ebenso klar musste daher sein, dass die Infektionszahlen in dem Moment, da die ersten Lockerungen einsetzen, wieder steigen werden. Umso erstaunlicher ist es, dass ein solcher Anstieg nun nicht als logische und in Maßen sogar erwünschte Folge, sondern als „zweite Welle“ mit möglicherweise dramatischen Auswirkungen bewertet wird.

 

Zweite Welle oder Kontinuum? Das Bild prägt die Angst.

Das Bild von einer zweiten Welle gibt vor, dass das Virus sich eine Zeit lang zurückgezogen hatte, um nun mit geballter Kraft erneut über uns hereinzubrechen. Eine wirklich beängstigende Vorstellung.

Denkt man sich das Infektionsgeschehen dagegen als Kontinuum, so wird lediglich ersichtlich, dass die Infektionszahlen mal höher, mal niedriger ausfallen. Daran hat sich seit März nichts geändert. Es gab keinen kontinuierlichen Anstieg und es war, die kurze Anfangsphase ausgenommen,  auch kein exponentielles Wachstum zu verzeichnen. Wer’s nicht glaubt, schaue sich die Grafiken des RKI mal genauer an.

Wenn die Infektionszahlen derzeit also wieder steigen, liegt es nicht daran, dass eine zweite Welle übers Land schwappt, sondern dass es neue Infektionsherde und Ausbrüche gibt und wir sinnvolle Maßnahmen und präzise Methoden nutzen müssen, um dem entgegenzuwirken.

Kurz und gut: Das Bild von der zweiten Welle schürt Panik und wir fühlen uns ausgeliefert. Die Vorstellung, dass es sich um schwankende Zahlen handelt, eröffnet dagegen einen Handlungsspielraum, den wir nutzen können.

 

Lyrische Analogiebildungen als Ersatz für sachbezogene Einordnungen

Dass das Bild von der zweiten Welle schlecht gewählt ist, musste auch Claus Kleber im Heute Journal vom 14.08.2020 zugestehen. Was ihn allerdings nicht zu einer sachbezogenen Einordnung brachte, sondern dazu, die Metapher zu einer Analogie auszuweiten:

Pandemien brausen nicht ran wie brechende Wellen. Sie verändern sich zuerst langsam, kaum sichtbar. Wie beim Strandspaziergang am ruhigen Meer, wenn Flut ist, aber leise, sodass man auf Linien im Sand achten muss, Muscheln und Treibholz als Markierung sehen und erst dann erkennt man: Das Wasser steigt. Aus den endlosen Reserven des Ozeans.“

Was lyrisch klingt und beeindruckend stilsicher vorgetragen wurde, ist als Analogie jedoch komplett unbrauchbar. Denn das Wasser steigt eben nicht unermesslich aus den endlosen Reserven des Ozeans, sondern folgt dem Wechsel der Gezeiten. Einen endlosen Anstieg herbeizureden, ist einzig geeignet, die Panikkurve in die Höhe zu treiben, sobald die Flut einsetzt.  Ein Abebben der Gefahr ist darin nicht vorgesehen.

Aber wir erinnern uns: Die Parole lautete anfänglich „flatten the curve“ und nicht „bleibt in euren Höhlen, bis die Gefahr komplett vorbei ist“.

Das wäre auch unmöglich, denn sie wird nie wieder vorbei sein. Und das wäre ziemlich gefährlich, denn wie die neueste Studie des RKI zeigt, ist gerade die Höhle der Ort, an dem eine Ansteckung am häufigsten auftritt. Und zwar umso massiver und intensiver, je dichter die Höhle belegt ist und je schlechter die Lebensbedingungen oder je erschöpfter die Höhlenbewohner sind.

Last but not least ist eine – zumindest zeitweilige und auffangbare – Immunisierung durch Ansteckung sogar wünschenswert.  Umso mehr, wenn sich die Einschätzungen bewahrheiten sollten, dass

Die Berichterstattung folgt zum großen Teil jedoch einem Muster, das jedem bekannt vorkommt, der sich mit der Pandemie-Simulation „Event 201“ auseinandergesetzt hat. Kurz und polemisch zusammengefasst könnte man diese als „Fiktion frisst Fakten“ betiteln.

 

Teil 2

„Mit genügend Geld und Macht ist alles möglich“: Event 201 als fiktive Vorbereitung auf die zu erwartende Katastrophe

Mediale Panikmache unter Nutzung fiktiver Zahlen und fiktionaler Berichterstattung  prägten auch die im Oktober 2019 abgehaltene Pandemie-Konferenz „Event 201“, zu der das Johns Hopkins Center for Health Security, das Weltwirtschaftsforum sowie die Bill & Melinda Gates Foundation Führungskräfte global agierender Unternehmen und Organisationen eingeladen hatten, um Vorschläge zu erarbeiten, wie man sich auf eine zu erwartende Pandemie vorbereiten könne.

Der Tenor lag dabei nicht auf der Frage, ob und wie sich Pandemien künftig verhindern lassen, sondern wie sie zu verwalten und zu bewältigen sind, sodass der Schaden insbesondere für die wirtschaftlich relevanten Player (Handel, Banken, Transport, Gesundheitswesen) gering gehalten und die Ansteckungsrate minimiert werden könne.

KMU, Freiberufler, Künstler kamen in diesem Szenario nicht vor. Gewählte Vertreter aus der Politik waren ebenfalls nicht eingeladen. Man ging davon aus, dass globale Wirtschaftsführer eine weitaus dynamischere Rolle spielen könnten als chronisch unterfinanzierte Regierungen und Gesundheitssysteme.

Was als Simulation angekündigt war, erwies sich sowohl inhaltlich als auch technisch jedoch eher als peinlicher Flop. Entwickelt wurde das Szenario eines neuartigen Coronavirus, genannt CAPS, das sich rasant über die Welt verbreitete. Bereits nach wenigen Monaten zählte man dieser Fiktion folgend weltweit 65 Millionen Tote.

Zu insgesamt vier übergeordneten Themen wurden dann fiktive Berichte, Nachrichtensendungen und Interviews gezeigt, die jeglicher realen Grundlage entbehrten. Stattdessen traten „Experten“ und Nachrichtensprecher auf, die mit viel Augenrollen und gekünsteltem Entsetzen über den jeweils aktuellen Stand der CAPS-Pandemie berichteten.

Die Gespräche wurden auf Video aufgezeichnet und sind über die zugehörige Website aufrufbar. Wer genau hinhört, bemerkt, dass auch die Teilnehmer mit dieser Präsentation nicht wirklich zufrieden waren. Doch kritische Redebeiträge waren nicht erwünscht. Stattdessen ging es darum, Themenfelder abzustecken und rhetorische Fragestellungen zu behandeln, deren Antworten längst klar waren.

So wurde in einem fiktiven Interview mit einem Immunologen und einer Epidemiologin beispielsweise diskutiert, warum es beim Ausbruch einer Pandemie so lange dauere, einen Impfstoff bereitzustellen.

Der Immunologe erklärte, dass eine sichere Entwicklung von neuen Impfstoffen sowie der Aufbau der benötigten Infrastruktur eben Zeit brauchen. Die Epidemiologin widersprach, man habe keine Zeit für klassische Vorgehensweisen, müsse sofort reagieren. Sie warf ihrem Interviewpartner vor, er habe sich „in Detailfragen verloren, mit genügend Geld und Macht sei alles möglich“.

Ein weiterer Schwerpunkt der Simulation lag auf der Bekämpfung von Fehlinformationen und Desinformationen während einer Pandemie. Als geeignete Maßnahmen wurden vorgeschlagen:

  • die Flutung aller Medien mit „wahren“, relevanten Informationen.
  • die Zusammenarbeit mit den Social Media, um Algorithmen zu entwickeln, die Fehlinformationen finden und als solche kennzeichnen oder löschen.
  • die Verpflichtung von Medienunternehmen sicherzustellen, dass maßgebliche Nachrichten priorisiert und falsche Nachrichten unterdrückt werden.
  • die Nutzung von Influencern und vertrauenswürdigen Personen vor Ort, die ebenfalls dazu beitragen sollten, die „richtigen“ Informationen zu verbreiten.

 

Die eigentliche Leistung der Simulation lag also nicht darin, sich auf die Verhinderung von Pandemien vorzubereiten. Das hatten die geladenen Gäste in ihren Unternehmen auch unaufgefordert längst getan. Es ging vor allem darum, Themenfelder und Lösungsmöglichkeiten abzustecken und die dringlichen Aufgaben zu verteilen. Also Handel, Banken und Logistik abzusichern, den weltweiten Warenverkehr aufrechtzuerhalten, das Gesundheitssystem mit Materialien und Impfstoffen zu versorgen und sicherzustellen, dass die Menschen weltweit „wahre“ Informationen erhalten.

 

Teil 3

Neustart nach Anweisung: die Zerstörung der Demokratie durch die Superheroes des WEF

Es dauerte keine zwei Monate bis auf die Simulation der Ernstfall folgte. Und es brauchte nur eine weitere kurze Zeitspanne, bis einer der Gastgeber von Event 201, das Weltwirtschaftsforum, den großen Plan aus der Tasche zog, wie die Superheroes der einflussreichsten Weltkonzerne die Krise nutzen könnten, um ihren Anspruch auf eine weltweite Führungsrolle durchzusetzen.

 

Bühne frei für die neuen Weltenführer

The great Reset nennt sich eine Initiative des WEF, mit der man 2021 zum großen Schlag ausholen will. In einem albernen Video wird demonstriert, wie man sich das so vorstellt. Die Welt befindet sich in Aufruhr, wird von Pandemien, Kriegen und Umweltschäden gebeutelt. Bis, ja bis einer den großen Reset-Knopf betätigt und Friede, Harmonie, Gleichheit sowie Gerechtigkeit einkehren.

Damit die Superheroes dies realisieren können, müssen sich allerdings „traditionelle Entscheidungskontexte“ wandeln. Dies sei durch Covid 19 bereits angestoßen worden. Ziel der Initiative sei es nun, ein einzigartiges Zeitfenster zu nutzen, um die Wiederherstellung in Gang zu bringen.

Wobei es nicht wirklich um eine Wiederherstellung geht, sondern um die brachiale Durchsetzung der „vierten industrielle Revolution“ und den damit verbundenen Wandel globaler Beziehungen, die Ausrichtung nationaler Ökonomien, die Gestaltung neuer Geschäftsmodelle und das Management globaler Gemeinschaftsgüter.

Um Gerechtigkeit und eine neue weltweite Wohlfühl-Gesellschaftsordnung für alle zu erlangen, ist es dem WEF zufolge erforderlich, „Institutionen zu entwerfen, die die weitreichenden Unvollkommenheiten der Welt, wie wir sie kennen, angehen können.“

Für die Nach-Covid-Welt schlägt das WEF drei Merkmale vor, die „im Rahmen des neuen lokalen und globalen Gesellschaftsvertrags vollständig institutionalisiert werden müssen“:

  • die Verschmelzung von Kapitalismus und Sozialismus zu einem System.
  • die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor.
  • die Schaffung weltweiter Chancengleichheit durch den Zugang zu öffentlichen Bildungseinrichtungen.

 

Grenzenlose Heuchelei statt Welt ohne Grenzen

Was positiv klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als Heuchelei ohne Grenzen. So soll beispielsweise die verbesserte Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor darin bestehen, dass Regierungen, Preiserhöhungen für lebenswichtige Güter und Dienstleistungen, die durch Privatisierungen zustande kamen, ausgleichen, indem sie ein universelles (nicht: bedingungsloses) Grundeinkommen einführen.

Regierungen in Ländern mit niedrigem Einkommen, die dies nicht leisten können, sollen dagegen „ein Umfeld schaffen, in dem Unternehmertum und private Investitionstätigkeit gedeihen sowie selbst in Projekte mit geringem wirtschaftlichem, aber hohem sozialen Wert investieren, um sicherzustellen, dass Dienstleistungen immer für die am stärksten gefährdeten Gruppen zugänglich sind.“ (Zum Original-Text in englischer Sprache)

Punkt 3 schließlich sieht die Bekämpfung von „systemischem Rassismus“ vor. Auch hier sollen die „Führer der neuen institutionellen Ordnung“ „proaktiv Mechanismen entwickeln, um den Zugang zu Chancengleichheit sowie zu Programmen zur Beschleunigung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zu verbessern“. Finanziert werden soll dies jedoch durch öffentliche Investitionen.

 

Grundeinkommen für die Armen, Güter und Ressourcen für die Reichen

Im Klartext: Die neuen „Führer“ greifen hier unter dem Gebot der Humanität und der sozialen Gerechtigkeit nach allem, was eine Volkswirtschaft an Geld und Gütern sowie an „human ressources“ aufzubieten hat. Die erwirtschafteten Gewinne aber bleiben in privater Hand, auch wenn zu erwarten ist, dass das Stiftungswesen weiter aufblühen wird. Denn mit Stiftungen lassen sich nicht nur Steuern vermeiden, die Gründer können auch selbst entscheiden, wofür sie ihr Geld hergeben und wofür nicht.

Im Grunde lässt sich „the great reset“ daher nur als Versuch verstehen, einen wirklichen Umsturz zu verhindern. Regierungen tauchen darin lediglich als Partner auf, die den Durchmarsch der vierten industriellen Revolution ermöglichen. Die Entscheidungen, in welche Richtung sich die Staaten und Volkswirtschaften entwickeln, treffen nicht gewählte Vertreter, sondern die global Player im vermeintlichen Kampf gegen den Raubtierkapitalismus.

Statt die Plagen der Menschheit zu bekämpfen, werden sie nun genutzt, um eine neue Führerschaft an die Macht zu bringen. Für die Armen fallen ein paar Krümel ab. Allerdings nicht bedingungslos, sondern unter dem Vorbehalt, dass sie sich den Bedingungen der neuen globalen Führerschaft komplett unterwerfen. Eine neue digitale Identität versorgt sie mit der trügerischen Illusion, Teil einer großen Weltgemeinschaft von Gleichen unter Gleichen zu sein.

 

Fazit: Demokratie als beste Gesundheitsvorsorge der Welt

Immer wieder wird Skeptikern in Deutschland, die sich um den politischen Wandel und die Erosion des Rechtstaates sorgen, die die Pandemie mit sich bringt, entgegengehalten, Gesundheit ginge an dieser Stelle vor und nur aufgrund rigider Maßnahmen hätten wir die Krise bisher so gut überstanden. Das mag anfänglich so gewesen sein.

Doch keine noch so rigide Maßnahme wird das Virus aus der Welt jagen und keine Panikmache wird dazu beitragen, dass wir vernünftige Lösungen entwickeln. Stattdessen müssen wir unser Denken und Handeln immer wieder am aktuellen Erkenntnisstand ausrichten. Möglich ist dies nur in einer Demokratie, die den breiten und differenzierten Diskurs zulässt und sich präziser Instrumente bedient, die auf die konkrete Situation vor Ort angepasst werden. Erforderlich ist es, dass wir auf die Gezeiten vor Ort schauen und nicht auf den Tsunami in weiter Ferne.

Panik-Propaganda und von Superheroes geführte Weltregierungen können nichts Vergleichbares leisten. Die Trumps und Orbans missbrauchen die Pandemie ebenso für ihre Zwecke wie selbst ernannte Weltenretter den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit in der Welt.

Nicht eine Führungsrolle des WEF, sondern demokratisch strukturierte Gesellschaften sind in der Lage, die Probleme der Gegenwart zu lösen. Denn wie es die 500 Unterzeichner eines Aufrufs zur Verteidigung der Demokratie formulierten, gilt, dass nur die Demokratie geeignet ist, „eine Krise vom Ausmaß und von der Komplexität von Covid-19 zu bewältigen. Im Gegensatz zu den eigennützigen Behauptungen der autoritären Propaganda sind ein glaubwürdiger und freier Informationsfluss, eine faktengestützte Debatte über politische Optionen, die freiwillige Selbstorganisation der Zivilgesellschaft und ein offenes Engagement zwischen Regierung und Gesellschaft entscheidende Vorteile bei der Bekämpfung der Pandemie. Und sie alle sind Schlüsselelemente der liberalen Demokratie.“

Die Machtansprüche des WEF verbergen sich hinter einem vermeintlich menschenfreundlichen Gebaren, doch ist zu befürchten, dass sie letztlich die Strategie verfolgen, gewählte Regierungen als überflüssig erscheinen zu lassen oder in den Stand von ausführenden Gehilfen zu versetzen.

Ist also alles nur ein abgekartertes Spiel? Haben die Verschwörungstheoretiker Recht? Natürlich nicht! Jede Zeit und jede Gesellschaft hat die Krankheiten, die sie hervorbringt. Das WEF darf sich gern daran beteiligen, therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Die Ausführenden sind und sollen demokratisch legitimierte Volksvertreter sein.

Bleiben wir also bei einem Verhalten, das wir nun seit Monaten eingeübt haben: Abstand halten, sauber bleiben, achtsam sein und sich von selbst ernannten Führern nicht in die Suppe spucken lassen – weder aus der einen noch aus der anderen Richtung – um nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Demokratie zu schützen.